Uwe Ladwig:
Ich erlaube mir, Sie auf einen meines Erachtens hochinteressanten Artikel des deutsch-französischen Ökonomen Frédéric Schneider hinzuweisen, der Senior
Fellow beim Middle East Council on Global Affairs ist und dessen
Forschungsinteressen insbesondere westasiatische politische Ökonomie,
insbesondere den wirtschaftlichen Übergang nach dem Öl im GCC,
einschließlich Industriepolitik, Arbeitspolitik, Wissensökonomie und
Klimawandel umfassen.
Hier befindet sich eine grob korrigierte automatische Übersetzung des Originals ins Deutsche:
How Gaza is exposing Germany’s ‘never again‘ myth – Mondoweiss
Deutschlands bedingungslose
Unterstützung für Israel war ein einfacher Weg, unsere brutale Vergangenheit
nicht zu hinterfragen. Das kolossale Gewicht des andauernden Völkermords in
Gaza erschlägt unsere oberflächlichen Mythen und zwingt uns, unsere historische
Dogmatik neu zu überdenken.
Von Frédéric Schneider am 18. Mai 2026 0
Ein Foto des Brandenburger Tors in
Berlin wurde mit der israelischen Flagge beleuchtet, das vom deutschen
Bundeskanzler Olaf Scholz auf Twitter/X mit der Bildunterschrift „In
Solidarität mit #Israel“ am 7. Oktober 2023 geteilt wurde.
Wir Deutschen leben in einer
Realität, die von unserer genozidalen Geschichte geprägt ist. Doch während die
nationale Erzählung von der „kollektiven Schuld“ für den Holocaust
allgegenwärtig ist, entlarvt die deutsche Lebenserfahrung dies eher als Mythos
als Realität. Mit unserer performativen „Gedenkkultur“
instrumentalisieren wir den Holocaust, um uns von unserer Vergangenheit zu
distanzieren, von unseren aktuellen rechtsextremen Problemen abzulenken und uns
als Verfechter der Moral neu zu positionieren. Ein zentraler Teil der
Gestaltung unseres eigennützigen Images, unseres „Völkermord-Hybris“,
ist unsere derzeitige bedingungslose Unterstützung israelischer
Kriegsverbrechen – ein Hybris, der unter der Last unserer Mitschuld am
Völkermord in Gaza zerbrochen ist.
Via: BL

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Zaslal/a admin on 23.5.2026